

Was ist HPP?
High Pressure Processing (HPP) ist ein innovatives, nicht-thermisches Verfahren zur Haltbarmachung von Lebensmitteln. Produkte werden bei bis zu 6.000 bar für wenige Minuten behandelt – ganz ohne Hitze oder Konservierungsstoffe.
Hochdruckpasteurisieren – wie funktioniert es im Detail?
Auch, wenn die für das HPP-Verfahren erforderliche Anlage Hightech pur ist, so ist die prinzipielle Funktionsweise dafür relativ leicht verständlich. Im Wesentlichen besteht eine HPP-Anlage aus einem extrem robusten Stahlkessel.
1.
Maschine wird beladen
Beim Konservierungsprozess werden die in eine flexible, wasserdichte und druckfeste Verpackung gefüllten Produkte in offene Kunststoff-Schlitten geladen. Die Schlitten werden dann über ein Förderband in den Druckkessel gefahren.

2.
Tank füllt sich mit wasser
In wenigen Sekunden wird die Anlage mit wiederverwendetem Wasser befüllt und verschlossen.

3.
Hochdruck Prozess beginnt
Mehrere Hochleistungspumpen erhöhen in wenigen Minuten den Druck im Kessel der HPP-Anlage auf erstaunliche 6.000 Bar. Dies entspricht dem 6-fachen des Drucks im Marianengraben oder dem Druck eines Tankschiffes, das auf einem Handydisplay lastet.

4.
Druckabbau & Entladung
Nach ca. 5 Minuten lässt die Anlage den Druck automatisch ab und fährt die Schlitten selbständig aus der Anlage. Die behandelten Produkte sind gekühlt nun um ein Vielfaches länger haltbar, als vor der Behandlung.

HPP inaktiviert Bakterien durch hohen Druck
Im Prozess der Hochdruckpasteurisierung mittels 6.000 Bar werden selbst hochgefährliche Keime wie Listerien, E.Coli und Salmonellen zerstört. Das Risiko der nachträglichen Lebensmittelkontamination wird erheblich minimiert. Auf ein Erhitzen kann im HPP-Verfahren verzichtet werden.
